Horizontale Zentrifugaltrockner: Effiziente Entwässerung und kontinuierliche Reinigung im Dauerbetrieb
Im Kunststoff-Recyclingprozess stellt die zuverlässige Trennung von Prozesswasser und Mahlgut eine Grundvoraussetzung für die nachgelagerte Verarbeitung dar. Horizontale Zentrifugaltrockner nutzen die mechanische Zentrifugalkraft auf einer waagerecht gelagerten Rotorachse, um Oberflächenfeuchtigkeit sowie verbliebene Feinstoffe kontinuierlich vom Kunststoff zu trennen. Die von OGZ Machine nach industriellen Maßstäben gefertigten horizontalen Zentrifugen zeichnen sich durch hohe Durchsatzleistungen, hervorragende Zugänglichkeit für Instandhaltungsarbeiten und eine extrem stabile Schwerpunktlage aus.
1. Arbeitsprinzip und Konstruktionsmerkmale
Das feuchte Material wird über den axialen Einlaufstutzen in das Horizontalsystem eingespeist. Die waagerecht angeordnete Rotorwelle transportiert und entwässert das Mahlgut in einem geschlossenen, perforierten Siebzylinder.
Waagerechte Rotorarchitektur: Die horizontale Lage sorgt für eine gleichmäßige Materialverteilung über die gesamte Sieblänge und bietet durch den niedrigen Schwerpunkt einen extrem vibrationsarmen Lauf.
Einstellbare Paddelgeometrie: Die auf dem Rotor montierten Verschleißpaddel sind im Winkel verstellbar. Dadurch lassen sich Verweilzeit und Fördergeschwindigkeit des Materials im Trockner präzise anpassen.
Mehrteilige Siebsegmente: Das umgebende Sieb ist in mehrere Segmentkörbe unterteilt. Dies ermöglicht bei starkem Verschleiß den gezielten Austausch einzelner Siebelemente anstelle des gesamten Zylinders.
Integrierte Gehäusespülung: Optionale Düsensysteme an den Gehäuseinnenwänden verhindern das Festsetzen von Feinstoffen und Papierfasern zwischen Sieb und Außenwand.
2. Betriebliche Vorteile im Recyclingprozess
Kompakte Bauhöhe: Durch die horizontale Bauweise eignen sich diese Maschinen ideal für Produktionshallen mit begrenzter Deckenhöhe.
Hoher Entwässerungsgrad: Reduziert die Anhaftungsfeuchte bei Hartkunststoffen auf unter $1\%$ und schafft optimale Voraussetzungen für die Übergabe an pneumatische Fördersysteme oder Silos.
Wartungsfreundlicher Zugang: Die geteilten Gehäusedeckel lassen sich nach oben oder seitlich aufklappen, was Inspektionen und Reinigungsarbeiten im Vergleich zu vertikalen Systemen deutlich vereinfacht.
Robuster Lagerungsschutz: Die Hauptlager befinden sich vollständig außerhalb der Nasszone und sind durch mehrfache Labyrinth- und Wellendichtringe vor Wassereintritt und Sandabrieb geschützt.
3. Einsatzbereiche
HDPE-, PP- und PS-Hartplastik: Entwässerung von verkleinertem Mahlgut aus Kanistern, Kisten, Flaschen und Haushaltsabfällen.
PET-Flakes-Aufbereitung: Mechanische Abseparation von Waschwasser und Etikettenabrieb.
Technische Kunststoffe: Effiziente Trocknung von ABS-, PC- und PA-Granulaten nach dem Nassschleif- oder Waschprozess.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Hauptvorteil eines horizontalen Zentrifugaltrockners gegenüber einer vertikalen Bauform?
Die horizontale Bauweise bietet eine geringere Gesamthöhe, einen niedrigeren Schwerpunkt für geringere Schwingungsübertragung auf das Hallenfundament sowie einen ergonomisch wesentlich einfacheren Zugang für den Wechsel von Sieben und Rotorpaddeln.
Wie wird das Ausglühen oder Beschädigen der Siebe durch Fremdkörper verhindert?
Die Siebkörbe werden aus hochfestem, korrosionsbeständigem Edelstahl gefertigt. Zudem ist die Gehäusegeometrie so ausgelegt, dass eventuell verbliebene kleine Metallpartikel ohne unmittelbare Blockade des Rotors abgeführt werden können.
Ist die Trocknungsleistung für Folien (LDPE) ausreichend?
Für feine, sehr dünne Folienflakes dient der horizontale Zentrifugaltrockner als erste mechanische Vorentwässerungsstufe. Um Restfeuchten unter $2\%$ bei Folien zu erreichen, wird nachgeschaltet eine thermische Trocknungsstrecke oder ein Folien-Agglomerator empfohlen.
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